KI-Richtlinien für KMU: Empfehlungen und Anleitungen zum Umgang mit künstlicher Intelligenz

KI-Richtlinien für KMU: Empfehlungen und Anleitungen

Diese KI-Richtlinien für KMU, herausgegeben von der Wirtschaftskammer Österreich (WKO), bieten eine umfassende Einführung in die Welt der künstlichen Intelligenz. Sie erläutern, was KI ist, welche Chancen und Risiken sie für Unternehmen birgt, und wie KMU eine passende KI-Strategie entwickeln können. Der Leitfaden enthält praktische Tipps für Unternehmer und Mitarbeiter zum Umgang mit KI-Systemen, einschließlich ethischer und rechtlicher Aspekte wie dem AI Act der EU. Muster-KI-Richtlinien für Unternehmen werden bereitgestellt, um eine verantwortungsvolle Nutzung zu gewährleisten. Zudem werden fortgeschrittene Themen wie die Entwicklung und Integration eigener KI-Systeme behandelt, um Unternehmen bei der zukunftssicheren Gestaltung ihrer Prozesse zu unterstützen. Die Richtlinien dienen als Orientierungshilfe und sollen KMU helfen, das Potenzial von KI optimal zu nutzen und gleichzeitig Risiken zu minimieren.

KI-Richtlinien für KMU: Empfehlungen und Anleitungen zum Umgang mit künstlicher Intelligenz

Gerne, hier ist eine Zusammenfassung der wichtigsten Punkte aus dem „KI-Guidelines für KMU“-Dokument, die als Leitfaden für kleine Unternehmen dienen können

  • Was ist KI? Künstliche Intelligenz imitiert menschliches Denken, Lernen und Verhalten und bietet vielfältige Anwendungsmöglichkeiten für Unternehmen.
  • Chancen und Risiken: Kleine Unternehmen können von KI profitieren, aber es ist wichtig, sowohl die Chancen als auch die Risiken abzuwägen.
  • KI-Strategie entwickeln: Unternehmen sollten eine individuelle KI-Strategie entwickeln, die auf ihre spezifischen Ziele und Bedürfnisse zugeschnitten ist.
  • Ziele definieren: Klären Sie, welche Ziele Sie mit KI erreichen möchten und wo es Probleme gibt, die sich mit KI-Anwendungen lösen lassen.
  • Wann ist KI sinnvoll? Prüfen Sie, ob Ihre Arbeitsprozesse datenabhängig sind und die benötigten Daten bereits digitalisiert vorliegen.
  • KI-Systeme fördern oder verbieten? Entscheiden Sie nicht vorschnell, die Nutzung von KI-Anwendungen einzuschränken, sondern setzen Sie sich mit den Möglichkeiten auseinander.
  • Mitarbeiter sensibilisieren und informieren: Schulen Sie Ihre Mitarbeiter in Bezug auf KI-Kompetenz, rechtliche und ethische Fragen.
  • Trainingsmöglichkeiten anbieten: Geben Sie Ihren Mitarbeitern die Möglichkeit, KI-Anwendungen auszuprobieren und Erfahrungen zu sammeln.
  • Mit dem AI Act vertraut machen: Machen Sie sich mit der europäischen Verordnung über künstliche Intelligenz („AI Act“) vertraut.
  • KI-Guidelines im Unternehmen entwickeln: Entwickeln Sie eigene, maßgeschneiderte KI-Guidelines für Ihr Unternehmen.
  • Feedbackprozesse einführen: Holen Sie Feedback von Kunden und Mitarbeitern ein, um die Integration von KI-Anwendungen zu optimieren.
  • Eigene KI-Systeme nutzen: Wenn möglich, sollten Sie die Integration eines eigenen KI-Systems in Betracht ziehen, insbesondere für Anwendungen, die für Ihren Unternehmens-USP relevant sind.
  • Rahmenbedingungen zur Nutzung schaffen: Definieren Sie, ob und in welchem Umfang die Nutzung von KI-Anwendungen im dienstlichen Zusammenhang erlaubt ist.
  • Der Mensch hat das letzte Wort: Stellen Sie sicher, dass der Einsatz und die Freigabe von KI-generierten Inhalten der Aufsicht und Kontrolle von Menschen unterliegt.
  • Kunden über den Einsatz von KI aufklären: Informieren Sie Ihre Kunden über den geplanten Einsatz von KI bei Projekten in Zusammenhang mit ihnen.
  • Geheimhaltungsverpflichtung beachten: Verwenden Sie keine vertraulichen Informationen über Ihr Unternehmen oder Dritte in KI-Anwendungen.
  • Rechtliche Rahmenbedingungen: Achten Sie auf die Einhaltung von Urheber-, Persönlichkeits- und Markenrechten sowie Datenschutzbestimmungen.
  • Umgang mit der Qualität von KI-generierten Inhalten: Überprüfen Sie die Informationen aus KI-Systemen auf Richtigkeit und Zuverlässigkeit.
  • Kontrolle von KI-generierten Inhalten im Hinblick auf ethische Grundlagen: Überprüfen Sie KI-generierte Inhalte auf Verzerrungen und korrigieren Sie diese gegebenenfalls.
  • Kennzeichnung KI-generierter Inhalte: Kennzeichnen Sie KI-generierte Inhalte transparent, um Täuschung und irreführende Informationen zu vermeiden.
  • Aus- und Weiterbildungen zu künstlicher Intelligenz: Sorgen Sie für Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten, um ein ausreichendes Maß an KI-Kompetenz zu erwerben.
  • KI-Servicestelle: Nutzen Sie die KI-Servicestelle der RTR als Ansprechpartner und Informationshub.

Diese Punkte bieten eine Grundlage für einen Blogartikel, der KMU einen ersten Einblick in das Thema KI gibt und sie dazu anregt, sich intensiver mit dem Thema auseinanderzusetzen. Am Ende des Artikels können Sie auf das vollständige PDF-Dokument der WKO verweisen, um interessierten Lesern weitere Informationen und Hilfestellungen zu bieten.

Paragraph 8 der KI-Guidelines

Paragraph 8 der KI-Guidelines regelt die Kennzeichnung von KI-generierten Inhalten. Da KI-basierte Technologien so weit fortgeschritten sind, dass es schwierig sein kann, zu unterscheiden, ob der Inhalt von einer KI oder einem Menschen erstellt wurde, ist ein verantwortungsvoller Einsatz von KI wichtig, um Täuschung und irreführende Informationen zu vermeiden.

Die wichtigsten Aspekte von Paragraph 8 sind:

  • Transparenz: Es soll transparent gemacht werden, wann und wie KI-Systeme in den Prozessen eingesetzt werden.
  • Kennzeichnungspflicht: Inhalte, die durch oder mit Unterstützung von KI erstellt wurden, sollen entsprechend gekennzeichnet oder mit einem Hinweis versehen werden. Dies wird nun auch durch den AI Act gefordert.
  • Hinweis für Interaktion: Unternehmen sind verpflichtet, Personen zu informieren, wenn diese mit einer künstlichen Intelligenz oder mit KI-generierten Inhalten interagieren, insbesondere bei Chatbots oder Deepfakes.
  • Ausnahmen: Ausnahmen von dieser Regel gelten, wenn für den Nutzenden offensichtlich ist, dass er mit KI kommuniziert, oder wenn das System für legale Zwecke genutzt wird.

Beispiele für die Kennzeichnung von KI-generierten Inhalten sind:

  • Zusätze: „Künstlich generiert“ oder „Mit Hilfe von KI generiert und von ____ freigegeben“ für Bilder, Tabellen, Texte, Audiodateien oder Videos.
  • Metadaten: Kennzeichnung in Metadaten, um Informationen über die KI-Generierung zu liefern.
  • Visuelle Kennzeichnungen: Wasserzeichen oder visuelle Kennzeichnungen in Bildern, Grafiken oder Illustrationen.
  • AGB: Konkrete Vorgaben zu Quellenverweisen in den AGB einiger KI-Anbieter.

Herangehensweise zur Integration von KI in Unternehmen

Hier ist eine Zusammenfassung der Herangehensweise zur Integration von KI in Unternehmen aus dem Leitfaden der WKO für KI:

  • KI-Strategie entwickeln: Jedes Unternehmen muss eine individuelle, praxisorientierte KI-Strategie entwickeln, die auf die jeweiligen Bedürfnisse zugeschnitten ist.
  • Status Quo erheben und Ziele definieren: Klären Sie die Ziele und Erwartungen an den Einsatz von KI. Fragen Sie sich, was Sie mit KI erreichen möchten und wo es Probleme gibt, die sich mithilfe von KI-Anwendungen lösen lassen. Beziehen Sie Mitarbeiter in die Planung ein.
  • Sinnhaftigkeit des KI-Einsatzes prüfen: Untersuchen Sie, ob die Arbeitsprozesse stark datenabhängig sind und die benötigten Daten bereits digitalisiert vorliegen. Automatisierungspotenzial für wiederkehrende Aufgaben, Bedarf an regelmäßigen Prognosen und Analysen sowie die Notwendigkeit, große Textmengen zu verarbeiten, sind weitere Kriterien.
  • KI-Systeme fördern, nicht verbieten: Vermeiden Sie es, die Nutzung von KI-Anwendungen leichtfertig einzuschränken.
  • Mitarbeiter sensibilisieren und informieren: Schulen Sie Ihre Mitarbeiter in Bezug auf KI-Kompetenz sowie rechtliche und ethische Fragen.
  • Trainingsmöglichkeiten anbieten: Ermöglichen Sie es Ihren Mitarbeitern, KI-Anwendungen auszuprobieren und Erfahrungen zu sammeln, ohne sensible Unternehmensdaten zu verwenden.
  • AI Act berücksichtigen: Machen Sie sich mit der europäischen Verordnung über künstliche Intelligenz („AI Act“) vertraut.
  • KI-Guidelines entwickeln: Entwickeln Sie eigene, maßgeschneiderte KI-Guidelines für Ihr Unternehmen. Benennen Sie eine Ansprechperson und aktualisieren Sie die Richtlinien regelmäßig.
  • Feedbackprozesse einführen: Holen Sie Feedback von Kunden und Mitarbeitern ein, um die Integration von KI-Anwendungen zu optimieren.
  • Eigene KI-Systeme nutzen: Erwägen Sie die Integration eines eigenen KI-Systems, insbesondere für Anwendungen, die für Ihren Unternehmens-USP relevant sind.
  • Schrittweise Vorgehensweise bei der KI-Entwicklung:
    • Beginnen Sie mit kleinen, überschaubaren Projekten im Bereich des Prompt Engineerings.
    • Sammeln Sie Erfahrungen und bauen Sie intern Expertise auf.
    • Evaluieren Sie erst dann komplexere Methoden wie Retrieval Augmented Generation (RAG) oder Fine Tuning, wenn Ihre Anforderungen über die Möglichkeiten des Prompt Engineerings hinausgehen.
    • Prüfen Sie dabei auch alternative Lösungen wie Partnerschaften mit KI-Fachleuten oder den Einsatz fertiger Lösungen.

Diese Schritte helfen Unternehmen, KI erfolgreich zu integrieren und die Vorteile dieser Technologie optimal zu nutzen.

Links

KI-Richtlinien für KMU – das vollständige PDF-Dokument über 29.Seiten

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