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DSGVO & Recht9 Min. Lesezeit07. April 2026

DSGVO & KI-Tools: Der Leitfaden für österreichische Unternehmen 2026

Welche KI-Tools sind DSGVO-konform? Was müssen österreichische Unternehmen beachten? Dieser Leitfaden beantwortet alle wichtigen Fragen zur rechtssicheren KI-Nutzung.

DSGVO & KI-Tools: Der Leitfaden für österreichische Unternehmen 2026

DSGVO & KI: Was österreichische Unternehmen wissen müssen

Die Nutzung von KI-Tools wirft für viele Unternehmen datenschutzrechtliche Fragen auf. Dieser Leitfaden gibt dir einen Überblick über die wichtigsten Punkte – ohne Juristendeutsch.

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel dient zur allgemeinen Information und ersetzt keine Rechtsberatung. Bei spezifischen Fragen wende dich an einen Datenschutzexperten.

Die Grundregel: Keine personenbezogenen Daten in KI-Tools

Die wichtigste Regel ist einfach: Gib keine personenbezogenen Daten deiner Kunden, Mitarbeiter oder Geschäftspartner in KI-Tools ein, die keine DSGVO-Garantien bieten.

Personenbezogene Daten sind zum Beispiel:

  • Namen
  • E-Mail-Adressen
  • Telefonnummern
  • Adressen
  • IP-Adressen
  • Fotos von Personen

KI-Tools und ihre DSGVO-Eignung

ChatGPT (OpenAI)

  • Standard-Version: Daten werden für Training genutzt – nicht DSGVO-konform für sensible Daten
  • ChatGPT Enterprise/Team: Kein Training mit deinen Daten, AVV verfügbar – DSGVO-konform

Claude (Anthropic)

  • Claude.ai: Ähnlich wie ChatGPT Standard
  • Claude for Enterprise: DSGVO-konform mit AVV

Manus

  • Für genaue Datenschutzinformationen: Anfrage an support unter help.manus.im

Canva

  • Canva for Teams: Datenschutzrichtlinien vorhanden, für Design-Inhalte ohne personenbezogene Daten geeignet

MailerLite

  • Europäisches Unternehmen (Litauen), DSGVO-konform, AVV verfügbar ✅

Praktische Maßnahmen für dein Unternehmen

1. KI-Nutzungsrichtlinie erstellen
Dokumentiere, welche KI-Tools dein Unternehmen nutzt und welche Daten eingegeben werden dürfen.

2. Mitarbeiter schulen
Eine kurze Schulung zu DSGVO und KI-Tools schützt dein Unternehmen vor unbeabsichtigten Verstößen.

3. Auftragsverarbeitungsverträge abschließen
Für professionelle KI-Tools, die Kundendaten verarbeiten, ist ein AVV Pflicht.

4. Datenschutzerklärung aktualisieren
Wenn du KI-Tools auf deiner Webseite einsetzt (z.B. Chatbots), muss das in der Datenschutzerklärung erwähnt werden.

Europäische KI-Alternativen

Für besonders datenschutzsensible Bereiche gibt es europäische Alternativen:

  • Mistral AI (Frankreich): Europäisches LLM, DSGVO-konform
  • Aleph Alpha (Deutschland): Deutsches KI-Unternehmen
  • LangDock (Deutschland): DSGVO-konforme KI-Plattform für Unternehmen

Fazit

DSGVO und KI schließen sich nicht aus – aber du musst bewusst vorgehen. Mit den richtigen Tools und einer klaren internen Richtlinie kannst du KI sicher und rechtskonform nutzen.

Natascha Ljubic
Mag. Natascha Ljubic, BSc
KI-Marketing & Social Media Expertin seit 2004

Ich helfe Unternehmen, Coaches und Dienstleistern, mit KI-gestütztem Marketing sichtbar zu werden und regelmäßig Anfragen zu bekommen.

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