Der EU AI Act kommt – ab August 2026 gelten neue Kennzeichnungspflichten für KI-Inhalte. Was bedeutet das konkret für Einpersonenunternehmen in Österreich? Alle Pflichten, Ausnahmen und Praxis-Tipps.

Der EU AI Act (Verordnung EU 2024/1689) ist das weltweit erste umfassende Gesetz zur Regulierung künstlicher Intelligenz. Er trat am 1. August 2024 in Kraft und wird ab dem 2. August 2026 vollständig angewendet. Das bedeutet: Wer in der EU tätig ist und KI-Tools nutzt – egal ob Großkonzern oder Einpersonenunternehmen – ist betroffen.
Als EPU, Solopreneur oder Kleinunternehmer fragst du dich vielleicht: „Betrifft mich das wirklich?" Die Antwort ist: Ja – aber deutlich weniger als viele befürchten. Die gute Nachricht: Die meisten alltäglichen KI-Anwendungen wie ChatGPT, Canva oder Manus fallen in die Niedrigrisikoklasse und unterliegen vor allem Transparenzpflichten, keine aufwendigen Zulassungsverfahren.
Der AI Act tritt gestaffelt in Kraft:
Für Hochrisiko-KI-Systeme gilt eine verlängerte Übergangsfrist von 36 Monaten (bis August 2027).
Hier herrscht viel Verwirrung – daher die klare Antwort: Nicht jeder KI-generierte Inhalt muss gekennzeichnet werden. Die Kennzeichnungspflicht gilt nur in bestimmten Fällen:
Praxis-Tipp der WKO: Ein freiwilliger Hinweis wie „Dieser Text wurde mit Unterstützung von KI erstellt." reicht in der Regel aus und schützt dich rechtlich – auch wenn keine gesetzliche Pflicht besteht.
Artikel 14 des EU AI Act schreibt für Hochrisiko-KI-Systeme eine wirksame menschliche Aufsicht vor. Als EPU, der ChatGPT für Marketingtexte oder Canva für Social-Media-Grafiken nutzt, bist du davon in der Regel nicht betroffen – diese Tools gelten als Niedrigrisiko.
Relevant wird die menschliche Aufsicht für dich in einem konkreten Szenario: Wenn du KI-generierte Texte zu gesellschaftlich relevanten Themen (Nachrichten, politische Inhalte) veröffentlichst, entfällt die Kennzeichnungspflicht, wenn du den Text vorher selbst geprüft und freigegeben hast. Das ist dein menschlicher Freigabeprozess – und er schützt dich.
Konkret bedeutet das für deinen Arbeitsalltag:
Der Schlüssel ist also: Lies und prüfe jeden KI-generierten Inhalt, bevor du ihn veröffentlichst. Das ist nicht nur rechtlich sinnvoll, sondern auch qualitativ – denn KI macht Fehler.
Seit dem 2. Februar 2025 sind bestimmte KI-Anwendungen in der EU verboten. Als EPU wirst du diese ohnehin nicht einsetzen, aber zur Vollständigkeit:
Die Strafen sind gestaffelt nach Schwere des Verstoßes und Unternehmensgröße:
Für EPU mit geringem Umsatz sind die prozentualen Werte relevant – aber auch hier gilt: Wer die Grundregeln befolgt, hat nichts zu befürchten.
Als EPU in Österreich bist du vom EU AI Act betroffen, aber die Anforderungen sind überschaubar. Die wichtigste Regel: Prüfe KI-generierte Inhalte, bevor du sie veröffentlichst. Damit erfüllst du bereits den Kern der menschlichen Freigabepflicht und vermeidest Kennzeichnungspflichten für die meisten Inhalte.
Nutze die Zeit bis August 2026, um deine KI-Nutzung zu dokumentieren, Freigabeprozesse einzuführen und dich über die neuen Regeln zu informieren. Wer jetzt handelt, ist gut vorbereitet – und kann KI weiterhin als mächtiges Werkzeug für sein Business einsetzen.
Du weißt jetzt, was auf dich zukommt – aber die Umsetzung fühlt sich noch überwältigend an? Genau dafür bin ich da. Als KI-Marketing-Expertin mit über 20 Jahren Erfahrung helfe ich dir, KI-Tools rechtssicher und effektiv in deinen Arbeitsalltag zu integrieren.
→ Jetzt kostenloses 30-Minuten-Erstgespräch buchen
Am 22. Mai 2025 um 19:00 Uhr findet mein Live-Webinar statt – mit Aufzeichnung zum Nachhören. Thema: KI-Tools rechtssicher einsetzen und mit KI-Marketing mehr Kunden gewinnen. → Jetzt zum Webinar anmelden

Ich helfe Unternehmen, Coaches und Dienstleistern, mit KI-gestütztem Marketing sichtbar zu werden und regelmäßig Anfragen zu bekommen.
Lade meinen kostenlosen Guide herunter und starte noch heute mit KI-gestütztem Marketing.

LangDock löst das DSGVO-Problem vieler KI-Tools: Als deutsche Plattform ermöglicht es Unternehmen, ChatGPT, Claude und Co. rechtskonform zu nutzen – mit Datenspeicherung in der EU.

DSGVO und KI-Tools – das ist für viele Unternehmen ein heißes Thema. Dieser Leitfaden erklärt, was du beachten musst und welche Tools für österreichische Unternehmen geeignet sind.

Social Media verändert sich schneller denn je. Was 2023 noch funktioniert hat, kann heute schon veraltet sein. Hier ist mein aktueller Überblick, was 2026 wirklich zählt.
Diese Webseite verwendet Cookies und ähnliche Technologien, um dir die bestmögliche Erfahrung zu bieten und die Webseite kontinuierlich zu verbessern.
Deine Daten werden gemäß der österreichischen und europäischen Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) verarbeitet. Weitere Informationen findest du in unserer Datenschutzerklärung.
Du kannst deine Einwilligung jederzeit widerrufen. Kontakt: [email protected]